Geflügel


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Frühlingshähnchen

Dies Rezept ist nichts für Traditionalisten aber es schmeckt !

1 frisches Hähnchen, 2-3 Zwiebeln, 4 Möhren, 4 Tomaten,
1 Bund Petersilie, 50ml Sahne, Pfeffer, Salz, Zucker, Mehl, Butter

Das Hähnchen in Portionstücke teilen, würzen und bei sehr schwacher Hitze in einem Topf von allen Seiten braun braten. In der Zwischenzeit Zwiebeln und Möhren in sehr kleine Stücke schneiden. Die Tomaten in Würfel schneiden und die Petersilie hacken. Nachdem das Hähnchen etwa 20 Min. gebraten hat, Zwiebeln und Möhren dazugeben und etwas anbraten lassen. Mit etwas Mehl bestreuen, dann mit Wasser ablöschen und noch 10 Min. köcheln lassen. Nun die Tomaten zugeben, 5 Min. mitkochen lassen Sahne unterrühren und mit etwas Zucker, Salz, Pfeffer abschmecken und zum Servieren die Petersilie darüberstreuen.
Als Beilage passt Naturreis oder auch ein Baguette.

Ich würde dazu einen kühlen Gewürztraminer oder auch einen Beaujolais trinken.

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Granathähnchen

Diese Granat-Hähnchen hat nichts mit Militär oder Mineralogie zu tun, Insider wissen (natürlich) das man hier die Krabben GRANAT nennt. Denn Krabben sind die hier immer seltener werdenden "Krebse" die an den Stränden die Touristen vor sich herjagen.

4 Hähnchenbrüste; 250gr gepulter, frischer Granat (Krabben),
ca.200gr Ananasstücke, Butter, Pfeffer,Salz

Die Hähnchenbrüste in Butter kurz anbraten, dann mit den Krabben und den Ananasstücken in eine Auflaufform geben, würzen und im Backofen bei etwa 200-220 Grad 20 bis 30 Minuten überbacken lassen.

Dazu trinke ich meistens einen Ruländer oder Pinot Grigio.

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Maronen-Ente

Einige Kilometer von Norden entfernt liegt Schloß Lütetsburg das seit 1581 den Herren zu Knyphausen gehört. Der dazugehörende ,1790 geschaffene Englische Garten ist bei schönem Wetter und zur Rhododendronblüte sehr reizvoll. Also fuhren wir jetzt im Herbst und im Nebel in den Park. Und wenn man dann , so von Nebelschwaden umwabert auf die kleine Insel zuläuft kommt man sich vor wie Lancelot der nach Avalon schreitet. Also eilte Lancelot gemessenen Schrittes Avalon entgegen... Er war wie immer in Gedanken versunken und dachte an Artus, Genoveva, Morgana und - ach ja natürlich an den hl. Gral (den zu finden war ja sein Hauptjob). Doch da brachen plötzlich Heerscharen mit Tüten Bewaffnete aus dem Dickicht und stürmten auf ihn zu . Die Schergen der Knyphausens waren fern.. aber Lancelot kannte keine Furcht. Da traf ein Schlag Lancelots Kopf - und Nora's Worte: " DU ! Was haben DIE da gesammelt ??" holten Lancelot aus seinem Zauberwald zurück. " Pilze ? "-" Möglich" sagte ich und rieb mir den schmerzenden Kopf , "eher Kastanien !". "Das sind Maronen !" lernte ich . Also sammelte ich unter Anleitung, die von der Meute verschmähten Maronen. und noch einige Graublättrige Schwefelköpfe dazu - und Heim gings zur im Kühlschrank wartenden Moordorfer Ente. So stand ich dann Abends etwas ratlos in der Küche: mit Ente, die auf Ihren Auftritt wartete, Maronen und Schwefelköpfe und sollte wieder was zusammenzaubern.
Und als ich dann um Acht mein Weinglas erhob, dachte ich mir, so ganz im Stillen : schade eigentlich -das Merlin nicht zu meinen Bekannten gehört , er wäre recht hilfreich für mich - und das nicht nur wegen der verwüsteten Küche, die noch auf mich wartete....

Zutaten :
1 Ente, ca. 200gr Maronen, Waldpilze, 50gr Speck
1 Zwiebel, 1 Scheibe Toastbrot, etwas Milch
5 cl Portwein,Thymian, Pfeffer,Salz

Zubereitung :
Zuerst die Füllung:
Die Maronen kreuzweise einritzen und im Grill / Backofen ca.10 Min. rösten. Zwiebel kleinhacken, Toastbrot mit etwas Milch einweichen. Nun die Entenleber und den Speck in kleinste Stücke schneiden und mit den ausgepulten Maronen, Pilzen, etwas Thymian, Pfeffer, Salz und dem Port zu einer Masse vermengen.

.. und wenn man die Füllung wegläßt und die Ente an Stelle dessen mit Speck umwickelt , dann hat man's "Klassisch-Ostfriesisch"

Nun aber zur Ente :
Ente waschen und würzen . Die Füllung hineingeben, "zunähen" und bei ca. 200 Grad etwa zwei Stunden im Backofen braten lassen . Möglichst oft begiessen, damit die Ente zwar "crispy" aber nicht trocken wird. Ja, und danach die Ente einfach aufessen.

Getrunken habe ich dazu einen Argentinischen Cabernet Sauvignon - obwohl hierzu ein edler St. Emilion besser gepasst hätte. .. aber wer ist schon vollkommen...

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Entenbrust von gestern

Eigentlich tut sie mir ja leid, die Ente, die vor einigen Tagen noch im Riepster Hammrich 'rumdöste und gestern im Gänsebräter ihren letzten Autritt als "ostfriesiche Ente" hatte, aber gechmeckt hat sie trotzdem. Es war wohl etwas viel, denn es passte nicht mehr alles in den österlich gefüllten Magen. So blieb denn auch noch die Entenbrust übrig. Da Geflügelbrust immer etwas trocken und am nächsten Tag sowieso noch trockener ist, war der Kummer ob der Reststücke groß. Aber mit etwas Phantasie gelingt es einem doch immer wieder, auch in aussichtlosen Situationen, die Katastrophe abzuwenden, auch wenn es nicht gerade typisch "Ostfriesisch" ist.

Zutaten :
Übrig gebliebene Entenbrüste, Balsamico-Essig,
(Peca-) Nüsse oder Mandeln, Trockenfrüchte (Pflaumen, Rosinen, Aprikosen...)
Pfeffer, Salz, Sahne, etwas Sojasoße, Entenschmalz

Zubereitung :
Die Brüste mit Balsamico-Essig einreiben und ca. 2 Stunden marinieren lassen. Nüsse kleinhacken, in dem Entenschmalz kurz andünsten, Wasser hinzufügen und die kleingeschnittenen Trockenfüchte zugeben. Dies Ganze mit etwas Pfeffer und Salz etwa eine halbe Stunde vor sich hinköcheln lassen, dann mit Soja und etwas Balsamico abschmecken und die Brüste hineinlegen. Nach etwa 15 Minuten etwas Sahne zugeben, servieren und sich wundern was man aus trockenen, alten Entenbrüste so alles machen kann.

Bei mir gab's dazu einen alten Madiran. Weil dieser aber nicht leicht zu bekommen ist, hätte ich sonst einen Barolo dazu getrunken

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Aldi's Entenbrüste

Eigentlich wollte ich ja nur das Premium-Früchte-Müsli im Aldi holen. Außerdem hatte ich ja sowieso keine Mark für den Wagen und eilig hatte ich's auch noch, denn so eine Mittagspause kann verdammt kurz sein. Also stürmte ich wildentschlossen auf das Müsliregal zu. Dort erwarteten mich Berge von Schoko- und Knuspermüsli, aber nicht mein Premium-Früchte-Müsli. Als ich dann ganz lieb so ein bekitteltes Wesen danach fragte, antwortete mir die Kerkermeisterstimme ganz charmant : "wenn's nich da ist, ist's aus !!!"-  Toll ! Verzweiflung ! - Ja, und das sind dann die Momente wo aus lauter Frust, harmlose und unbescholtene Bürger zu reissenden (Konsum-) Bestien werden. Als ich dann nach endlosem Kassenstehen aus der Trance erwachte, hatte ich folgendes in meinen zitternden Armen: 1 Fl. Chablis, 2 Fl. Pauillac, Schokotrüffel, Camembert, Mozarella, Sahne, einen ganzen erfrorenen Wildlachs, Katzenfutter, Duschbad, Heidelbeeren, Tomaten, Balsmico aus dem Sonderposten und zwei Entenbrüste...

Zutaten :
2 Entenbrüste, 20gr getrocknete Steinpilze,
4 EL Balsamico-Essig, 2cl Whisky,
Walnußöl, Sahne, Pfeffer,Salz, Zucker

Zubereitung :

Die Entenbrüste am Abend vorher salzen, pfeffern und (mal wieder) in Balsamico Essig marinieren. Am nächste Tag die Pilze etwa 2 Stunden vorher in lauwarmen Wasser einweichen lassen. Die Entenbrüste aus der Marinade nehmen, trockentupfen und in etwas Nußöl von beiden Seiten braun braten. Die Brüste herausnehmen, warmstellen und evtl. etwas Fett abschöpfen. Die Pilze mit dem Einweichwasser, Whisky und der Marinade in die Pfanne geben und ca 10 Min. köcheln lassen. Sahne hinzugeben, mit Pfeffer, Salz, Zucker (evtl noch etwas Balsamico) abschmecken und die Brüste nochmal kurz mit in die Pfanne geben. Ja, und dann kann's serviert werden
Den Pauillac hätte man ruhig dazu trinken können, aber der etwas angestaubte Barolo, der bei vielen in der linken Kellerecke noch 'rumliegt, käme dazu besonders gut....

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Fasan

Da man in Ostfriesland Geflügel im wesentlichen nur als Suppenhühner und Brathähnchen kennt, führen hier die Fasane ein recht sicheres und zufriedenes Leben. Bedrohlich wird's für sie nur, wenn sie allzu lethargisch eine Straße überqueren oder wenn einige schießwütige Touristen und Einheimische für ihren Hut ein paar Federn brauchen. Also landet dann der "Rest" auf dem Markt und später dann im Topf.

Zutaten :
1 Fasan, 1 kg frischer Grün- oder Schnittkohl
1 Zwiebel, 100gr. Speck, 5cl Sherry
Nußöl, Sahne, Pfeffer, Salz

Zubereitung :
Speck in kleine Stücke schneiden und in etwas Nußöl anbraten. Dann den in Portionsstücke zerteilten und gewürzten Fasan und eine kleingehackte Zwiebel dazugeben und beides braun braten. Nun das Fleisch herausnehmen und den geputzten Kohl andünsten und etwas später die Fasanenteile wieder dazugeben. Den Sherry dazugießen und etwa 1 Stunde garen lassen. Jetzt evtl. einige Haferflocken zum abbinden und etwas Sahne dazurühren, mit Pfeffer und Salz nochmals abschmecken und sich überzeugen lassen...

.. auch wenn so mancher das jetzt als barbarisch empfinden wird:
als Wein hab ich 'nen '85er Ch. D'Issan ( ein andererer Margaux tut's auch ) dazu getrunken,
(denn ich hab's nun mal mit den Medoc's)

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... und bitte ins Gästebuch eintragen . Danke !

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